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ZLYE KUKLY, was auf deutsch so viel bedeutet wie 'Böse Puppen', sind neu auf der beschriebenen Bühne. Es gibt die Band um FRED ADRA zwar schon seit einigen Jahren (1999), ihr Output beschränkte sich aber auf einige CDRs in geringer Auflage, deshalb dürften sie den meisten Lesern unbekannt sein. Für die bisherigen vier Veröffentlichungen hat ADRA mit einer großen Zahl verschiedener, sowohl israelischer als auch russischer Musiker zusammengearbeitet. Mit "Strange Tomorrow" ist jetzt auf AHNSTERN die erste offizielle CD erschienen, eine Zusammenstellung von Songs der letzten Jahre (2002 bis 2007), viele neu bearbeitet, einige bislang unveröffentlicht. ADRA, 1990 nach Jerusalem gekommen, verdient seinen Lebensunterhalt als Autor; er schreibt Artikel für eine israelisch-russische Wochenzeitung und - jetzt kommen wir schon nahe an die Musik - Kindermärchen. Für sein letztes Buch hat ADRA in Moskau einen hochdotierten Kinderliteratur-Preis verliehen bekommen. Auf der Homepage von ZLYE KUKLY, die optisch eine Mischung aus "Karneval in Venedig" und "Stadt Der Verlorenen Kinder" bietet, beschreibt er seine musikalische Arbeit als 'Soundtrack für Kinderhorrorfilme mit Piratenromantik'. ADRA ist ein begnadeter Geschichtenerzähler, das erschließt sich sofort, auch wenn man bei den durchweg russischen Texten (bis auf eine hebräische Ausnahme) zunächst keine Ahnung hat, worum es geht. Dominierend sind Gitarre und Stimme von FRED ADRA, eine nicht allzu tiefe, weiche Stimme mit viel Timbre, die immer mal wieder an PAUL ROLAND erinnert, oder - in den Duetten - an die knorrigen Balladen von CHANGES. Mit einer solchen Ballade beginnt "Strange Tomorrow", theatralisch (wie fast alle Songs auf dem Album), melancholisch und mit dem typ